Massentierhaltung

Zahlreiche Tiere werden in der Produktion von Fleisch, Milch, Eiern und anderen tierischen Produkten ausgebeutet. In der Massentierhaltung wird den Tieren vorenthalten, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Aber auch in anderen Bereichen leiden Tiere.

Über 1.000 Tiere isst der durchschnittliche Bundesbürger in seinem Leben, die meisten davon stammen aus Betrieben der Massentierhaltung. Hinzu kommen zahlreiche weitere Tiere, welche in der Produktion von Milch, Eiern und anderen tierischen Produkten ausgebeutet werden. Aber auch in anderen Bereichen leiden Tiere. Sie werden gejagt, für Kleidungsstücke genutzt, als Attraktion in Zirkus und Zoo vorgeführt oder als Forschungsobjekte missbraucht. Massentierhaltung in Deutschland

Jedes Jahr werden in Deutschland 60 Millionen Schweine für die Fleischproduktion geschlachtet. 38 Millionen Legehennen sowie über 4 Millionen Milchkühe werden darüber hinaus in der Ei- und Milch-Industrie ausgebeutet. Dass diese Zahlen in den vergangenen Jahren angestiegen sind, während gleichzeitig der Fleischkonsum sinkt, liegt vor allem am wachsenden Exportgeschäft deutscher Unternehmen in der Massentierhaltung.

Der Begriff Massentierhaltung wurde in den 1970er-Jahren vom Frankfurter Zoodirektor Dr. med. vet. Bernhard Grzimek für die Käfighaltung von Hühnern geprägt und gilt seitdem als Synonym für eine miserable Tierhaltung. Intensivtierhaltung auf engstem Raum

In der Massentierhaltung wird den Tieren vorenthalten, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. In der Regel stehen ihnen nur wenige Quadratmeter zur Verfügung, sodass sie ihren Bewegungsdrang nicht ausleben können.

Schweine beispielsweise verbringen in freier Natur 8 Stunden am Tag mit der Nahrungssuche und laufen dabei eine Strecke von 30 Kilometern. In Mastanlagen der sogenannten modernen Tierhaltung mit 1.000–5.000 Schweinen ist dies nicht möglich und auch nicht erwünscht, da sie schnell an Gewicht zulegen sollen.

Verstümmelung der Tiere

Kühe haben von Natur aus Hörner, mit denen sie anderen Kühen mitteilen, wie weit sich diese ihnen nähern dürfen. Aufgrund des Verletzungsrisikos in den engen Ställen der Massentierhaltung werden die Hörner bereits im Kalbsalter durch ein Brenneisen oder Mittels eines ätzenden Mediums entfernt.

Gleiches gilt für die Schnäbel von Hühnern, mit welchen sich die Tiere ebenfalls gegenseitig verletzen könnten. Um das Risiko für Verletzungen in der Massentierhaltung zu minimieren, werden den kleinen Küken meist ohne Betäubung die Schnäbel mit einem heißen Messer abgeschnitten. Männliche Küken sind zu diesem Zeitpunkt jedoch in der Regel schon tot. Da sie keine Eier legen können und sich auch nicht als Masthähnchen eignen, werden sie bereits kurz nach dem Schlüpfen durch Vergasen oder Schreddern getötet.

Quelle: vebu.de / proveg international