Vegetarisch leben!

Lebenserwartung von vegetarisch-vegan lebenden Menschen

Die Lebensdauer eines Menschen ergibt sich aus dem Zusammenspiel von genetischen Einflüssen, der Ernährung und anderen Faktoren wie zum Beispiel Lebensstil und sozialer Schicht. Die Lebenserwartung steigt bei Ernährungsmustern mit einem hohen Verzehranteil an pflanzlichen Lebensmitteln. Es konnte bereits mehrfach belegt werden, dass eine ausgewogene vegetarisch-vegane Lebensweise geeignet ist, das Risiko für chronische Erkrankungen wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und Krebs deutlich zu senken. Daraus ergibt sich eine geringere Gesamtsterblichkeit und somit längere Lebenserwartung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

Vegetarisch-vegane Ernährung für Senioren

Ältere Menschen müssen zahlreiche körperliche, aber auch psychische, soziale und ökonomische Veränderungen bewältigen. Eine vegetarisch-vegane Ernährung spielt in dieser Altersgruppe sowohl für eine ausreichende Nährstoffversorgung als auch für den Schutz vor chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine besondere Rolle und kann die Lebensqualität im Alter in erheblichem Maß steigern. Zu den Nährstoffen, deren Versorgung bei älteren Menschen häufig kritisch ist, zählen vor allem Vitamin D, Folsäure, Kalzium und Ballaststoffe. Die Kalziumversorgung älterer Menschen kann häufig verbessert werden, indem ein hoher Konsum von tierischem Protein vermieden wird, denn dieser steigert die Kalziumausscheidung.

Nährstoffbedarf kann durch vegetarisch-vegane Ernährung gedeckt werden

Eine gut geplante vegetarisch-vegane Kostform ist laut AND gesundheitsförderlich und dem jeweiligen Nährstoffbedarf angemessen. Sie hat zudem einen gesundheitlichen Nutzen in puncto Prävention und Behandlung bestimmter Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Entsprechend den Empfehlungen kommt die AND zum Schluss, dass der Nährstoffedarf durch eine vegetarische wie auch vegane Ernährung gedeckt werden kann. In manchen Fällen ist allerdings die Gabe angereicherter Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich, um den Bedarf für einzelne Nährstoffe gemäß den aktuellen Empfehlungen zu decken.

Amerikanisches Ernährungsinstitut spricht sich für vegan-vegetarische Ernährung aus

Womit sich manche Ernährungsinstitute und Ernährungsexperten in Deutschland noch immer schwertun, ist in Amerika längst Standard. So hat die amerikanische Akademie für Ernährung und Diätetik (Academy of Nutrition and Dietetics, AND, ehemals American Dietetic Association, ADA), die weltgrößte Organisation für Ernährungsfachleute, ein Positionspapier bezüglich einer vegetarisch-veganen Ernährung herausgegeben und betont!

Vegetarisch-vegane Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder

Bezogen auf ihr Körpergewicht haben Säuglinge und Kleinkinder einen höheren Energie- und Nährstoffbedarf als Erwachsene. Für Säuglinge stellt Muttermilch während der ersten Lebensmonate die beste Nahrung dar. Sie ist in ihrer Nährstoffzusammensetzung optimal an die Verdauung des Kindes angepasst. Ab dem fünften Lebensmonat kann eine fleischfreie Beikost gegeben werden. Bei der Planung einer vegetarischen Säuglingsernährung sollte besonders auf eine ausreichende Nährstoffversorgung mit Eisen, Zink, Jod, Kalzium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren geachtet werden. Bei einer veganen Kost spielen außerdem Vitamin B2 und Vitamin B12 eine große Rolle.

Vegetarisch-vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche

Eine vegetarische oder vegane Ernährung kann schon im Kindes- und Jugendalter den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Ernährungsweise legen und das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten senken. Der Nährstoffbedarf von Schulkindern ist dem von Erwachsenen bereits sehr ähnlich. Mit einer abwechslungsreichen vegetarisch-veganen Ernährung ist in dieser Lebensphase eine gute Nährstoffversorgung möglich. Ein eingeschränkter Verzehr proteinreicher tierischer Lebensmittel wie Milch- und Milchprodukte im Kindesalter beugt außerdem der späteren Entstehung von Übergewicht vor. Während der Pubertät erhöht sich der Energie- und Nährstoffbedarf von Jugendlichen deutlich. In dieser Phase steigt beispielsweise der Kalziumbedarf, da zusätzliche Knochensubstanz aufgebaut werden muss. Als gute Kalziumquellen gelten unter anderem grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Mineralwasser.

Quelle: vebu-proveg international https://vebu.de/

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